Pater Nelson Antoney OSJ, Wallfahrtsleiter

Ich wurde am 23. Februar 1979 in Padiyoor geboren, einem kleinen Dorf nahe Kodungallur in Kerala (Indien), das der Überlieferung nach als Landungsort des Apostels Thomas gilt. 1995 trat ich dem Orden der Oblaten des heiligen Josef (OSJ) bei. Am 18. Mai 2006 legte ich meine ewigen Gelübde auf die evangelischen Räte – Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam – ab. Die Priesterweihe empfing ich am 7. Januar 2008 in Indien. Zwischen 2008 und 2012 studierte ich Gregorianischen Gesang am Pontificio Istituto della Musica Sacra in Rom. Danach arbeitete ich für vier Jahre als Vikar in zwei Gemeinden im Piemont, Norditalien. Am 1. September 2016 zog ich nach Deutschland, wo ich zunächst für vier Jahre als Vikar in Sundern im Sauerland tätig war. Danach folgten ebenfalls vier Jahre in Gütersloh. Seit dem 1. November 2025 leite ich die Wallfahrt auf dem Engelberg. 

Pater Nidhin Charangattu Ouseph OSJ 

Geboren am 21. Mai 1993, entstamme ich einer Familie mit Vater, Mutter, einer verheirateten Schwester sowie einem verheirateten Bruder. Als Mitglied der Kongregation der Oblaten des Heiligen Josef (OSJ) wurde ich am 9. Februar 2022 zum Priester geweiht in Indien. Im Anschluss an meine Priesterweihe absolvierte ich ein Studium der Heiligen Schrift und erwarb ein Lizenziat in biblischer Theologie. Seit dem 5. Mai 2025 übe ich meinen priesterlichen Dienst in Deutschland aus. Aktuell bin ich als Kaplan in Großheubach tätig und unterstütze den Pastoralen Raum Amorbach. 

Pater Akhil Vincent Karmala OSJ

Ich bin Mitglied der Kongregation der Oblaten des heiligen Josef (OSJ). Ich wurde am 13. Mai 1994 in Kattakode, Kerala (Indien) als Sohn von Vincent und Karmala geboren. Mein geistlicher Weg begann am 20. Juni 2010 mit dem Eintritt ins Kleine Seminar. Die Ewige Profess legte ich am 1. Mai 2022 ab, und am 10. April 2024 wurde ich zum Priester geweiht. Anschließend übernahm ich am 10. Mai 2024 die Position des stellvertretenden Schulleiters an der St. John’s II School sowie das Amt des Kaplans der Pfarrei St. John Paul II in Loharghat, Assam. Seit dem 20. Dezember 2025 lebe ich in Deutschland und bin seit dem 1. Januar 2026 als Kaplan für den Pastoralen Raum Erlenbach am Main in der Diözese Würzburg tätig. 


Über unsere Ordensgemeinschaft


Die Kongregation der Oblaten des hl. Josef (OSJ) wurde am 14. März 1878 vom italienischen Priester und späteren Bischof Giuseppe Marello (1844–1895) gegründet. Seine Vision war es, „Gott zu dienen in der Nachahmung des heiligen Josef“ – mit einem besonderen Fokus auf die christliche Erziehung der Jugend und die Unterstützung des diözesanen Klerus.

Bereits ein Jahr nach Gründung legten die ersten Brüder das Ordensgewand an, und 1901 wurden sie offiziell als Ordensgemeinschaft anerkannt. Seit 1909 ist die Kongregation päpstlichen Rechts, und ihre Regeln wurden 1929 endgültig von der Kirche bestätigt.

Von Asti in die Welt

Ursprünglich in der italienischen Region Piemont verwurzelt, breitete sich die Gemeinschaft rasch international aus:

  • 1915: Erste Missionsstation auf den Philippinen
  • 1919: Gründung in Brasilien
  • 1929: Ausweitung in die USA
  • 1948–58: Neue Gemeinschaften in Bolivien und Peru, wo ihnen später die Leitung der Diözese Huarí anvertraut wurde
  • Weitere Gründungen folgten in Mexiko (1951), Polen (1980), Indien (1982), Nigeria (1990), Australien (2009) und El Salvador (2013)

In einigen Ländern erfolgte der Eintritt durch die Aufnahme bereits bestehender Gemeinschaften.

Heutige Mission

Die Oblaten des hl. Josef sind weltweit aktiv in:

  • der Pfarreiseelsorge
  • der Jugend- und Berufungspastoral
  • dem Religionsunterricht und der Sakramentenvorbereitung
  • sowie im missionarischen Dienst in benachteiligten Regionen

Zentral ist die Verehrung des hl. Josef, den die Gemeinschaft als Vorbild für ein demütiges, dienendes und tiefes Glaubensleben sieht. Diese Spiritualität teilen sie auch mit Laiengemeinschaften wie dem Sodalizio Giuseppino Marelliano sowie mit Jugendlichen im Rahmen der marellianischen Jugendpastoral.

Engelberg – ein Ort der Begegnung

 Seit 2016 sind die Oblaten des heiligen Josef auch in Deutschland präsent: Zwei Mitbrüder wirken im Erzbistum Paderborn, zwei weitere sind im Kloster Engelberg in Großheubach (Bistum Würzburg) tätig.  Der traditionsreiche Wallfahrtsort über dem Maintal wurde so Teil der internationalen Geschichte unserer Gemeinschaft.

Hier leben und wirken wir im Geist unseres Gründers – als Gastgeber für Pilger, Seelsorger für Suchende, Wegbegleiter für Jugendliche und Zeugen der Hoffnung in unserer Zeit.